Freidrich-Ebert-Stiftung / Julius-Leber-Forum: Politische Bildung in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein

Rückblicke

Politik am Mittag + Film: Südafrika - Auf dem Weg zum Regenbogen?

Dokumentarfilm "When the mountain meets its shadow"

Hamburg

Donnerstag, 8. Juli 2010, 12.30 bis 14.30 Uhr

Vor 20 Jahren wurde Nelson Mandela aus der Haft entlassen, 1994 fanden die ersten demokra­tischen Wahlen statt - das Ende der Apartheid war besiegelt. Das Bild, das Südafrika der Welt heute präsentiert, ist eines voller Gegensätze: Reiseland für Millionen Touristen, Ausrichter der Fußball-WM, Erfolge im Bildungssektor und eine bis vor kurzem stetig wachsende Wirtschaft - und auf der anderen Seite Townships, steigende Arbeitslosigkeit, eine große Kluft zwischen Arm und Reich und eine hohe Kriminalitätsrate.


Am Ende von Mandelas Traum für Südafrika steht eine Regenbogennation. Ein versöhntes Land, in dem die Hautfarbe des Einzelnen keine Rolle mehr spielt und nicht mehr über sozialen Aufstieg und Erfolg entscheidet. Wie weit ist Südafrika auf diesem Weg voran geschritten? Welche Erfolge hat es gegeben, vor welchen Problemen steht das Land heute?

Dr. Werner Rechmann, Geschäftsführer des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung, war von 2003 bis 2008 Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Südafrika. Er wird Einblicke in die politische und soziale Situation des Landes geben.

Informationen zum Film

When the Mountain meets its shadow (Im Schatten des Tafelberges)
Ein Dokumentarfilm von Alexander Kleider und Daniela Michel
In Kooperation mit Romin Khan

Deutschland 2009, 52 min.


Kapstadt, Südafrika 2009: In kaum einer anderen Stadt der Welt liegen Armut und Reichtum so dicht beieinander wie am Kap der guten Hoffnung. Der Dokumentarfilm When the Mountain meets its Shadow erzählt die Geschichten von Ashraf, Mne, Zoliswa und Arnold, die in den Armenvierteln rund um Kapstadt auf unterschiedliche Art und Weise ums Überleben kämpfen. Ashraf und Mne von der Anti Eviction Campaign setzten sich täglich in den Townships gegen Zwangsräumungen und Wassersperrungen ein. Zoliswa, eine alleinerziehende Mutter, sucht eine neue Stelle als Hausangestellte und Arnold macht eine Ausbildung zum bewaffneten Wachmann in der boomenden Sicherheitsindustrie. Als die Stadtverwaltung eine komplette Armensiedlung räumen lassen will, werden Ashraf und sein Freund Mne mit ihren eigenen unverarbeiteten Erleb­nissen aus der Zeit der Apartheid konfrontiert ...

Mit starken Bildern und beeindruckenden Geschichten zeichnet der Film ein sensibles Portrait der heutigen südafrikanischen Gesellschaft: er zeigt ihre Art zu leben, ihre Art der Arbeitsverhältnisse und ihre Widersprüche. Für alle, die sich jenseits der Hochglanzbilder der Fußball-WM für die sozi­ale Wirklichkeit in Südafrika interessieren, ist dieser Film ein absoluter Gewinn.



Links zum Thema

Informationen zum Film bei Wikipedia
Anti-Eviction Campaign
Friedrich-Ebert-Stiftung South Africa Office

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