Was bringt ein gesetzlicher Mindestlohn für Deutschland?
Dienstag, 11. Oktober 2011, 19 bis 21 Uhr
Deutschland ist eines der wenigen Länder in der EU, in dem bislang keine gesetzliche Lohnuntergrenze existiert. Die Debatte um Mindestlöhne konzentriert sich bei uns zumeist auf die Beschäftigungswirkungen. Wie aber sieht es mit den Auswirkungen auf den Staatshaushalt und die sozialen Sicherungssysteme aus?
Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Studie der
Friedrich-Ebert-Stiftung. Sie kommt u.a. zu dem Ergebnis, dass mit einem
gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro nicht nur 5 Millionen
Beschäftigte besser gestellt wären, sondern auch die Staatskassen
erheblich profitieren könnten.
Das Schweizer Forschungsinstitut Prognos, das die Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt hat, errechnet eine Steigerung des Erwerbseinkommens um gut 14 Milliarden Euro. Einkommenssteuer und höhere Sozialbeiträge spülten damit rund 5,5 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen. Außerdem würden Ausgaben in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für Sozialleistungen entfallen. Insgesamt also würde der Staat mit über 7 Milliarden Euro von einem gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro profitieren.
Angesichts überschuldeter öffentlicher Haushalte erhält die Diskussion um eine deutsche Lohnuntergrenze nun auch aus dieser Warte neue Argumente.
Am 11. Oktober 2011 wurden die Ergebnisse der Studie im Rahmen eines "Bremer Dialogs" der Friedrich-Ebert-Stiftung vorgestellt und u.a. mit Bürgermeister Jens Böhrnsen diskutiert.
Nähere Informationen finden Sie im Einladungsflyer (PDF-Datei).
Das Schweizer Forschungsinstitut Prognos, das die Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt hat, errechnet eine Steigerung des Erwerbseinkommens um gut 14 Milliarden Euro. Einkommenssteuer und höhere Sozialbeiträge spülten damit rund 5,5 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen. Außerdem würden Ausgaben in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für Sozialleistungen entfallen. Insgesamt also würde der Staat mit über 7 Milliarden Euro von einem gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro profitieren.
Angesichts überschuldeter öffentlicher Haushalte erhält die Diskussion um eine deutsche Lohnuntergrenze nun auch aus dieser Warte neue Argumente.
Am 11. Oktober 2011 wurden die Ergebnisse der Studie im Rahmen eines "Bremer Dialogs" der Friedrich-Ebert-Stiftung vorgestellt und u.a. mit Bürgermeister Jens Böhrnsen diskutiert.
Nähere Informationen finden Sie im Einladungsflyer (PDF-Datei).
Programm
Begrüßung
durch die Friedrich-Ebert-Stiftung
Einführung in das Thema
Ingo Schierenbeck
Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen
Fiskalische Effekte eines gesetzlichen Mindestlohns – Ergebnisse der Studie
Dr. Michael Dauderstädt
Abteilungsleiter Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung
Anschließend Diskussion mit
Jens Böhrnsen
Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen
Cornelius Neumann-Redlin
Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände im Lande Bremen
Moderation
Elke Heyduck
Geschäftsführerin/ Leitung Politikberatung der Arbeitnehmerkammer Bremen
durch die Friedrich-Ebert-Stiftung
Einführung in das Thema
Ingo Schierenbeck
Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen
Fiskalische Effekte eines gesetzlichen Mindestlohns – Ergebnisse der Studie
Dr. Michael Dauderstädt
Abteilungsleiter Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung
Anschließend Diskussion mit
Jens Böhrnsen
Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen
Cornelius Neumann-Redlin
Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände im Lande Bremen
Moderation
Elke Heyduck
Geschäftsführerin/ Leitung Politikberatung der Arbeitnehmerkammer Bremen
Veranstaltungsort
Kultursaal der Arbeitnehmerkammer Bremen
Bürgerstraße 1
28195 Bremen
Bürgerstraße 1
28195 Bremen




