Podiumsdiskussion
Hamburg, 17. Juni 2011
„Indien - vom Entwicklungsland zum Global Player“: unter diesem Motto wurde am 17. Juni in Hamburg diskutiert.
Gero Winkler, aktiv im Geschäftsbereich International der Handelskammer Hamburg, berichtete, dass Indien die Wirtschaftskrise sehr schnell überwunden hat und starke Handelszuwächse verzeichnen kann. Zugleich aber bestehe großer Nachholbedarf: Der Anteil der armen Bevölkerung liege immer noch bei 40 Prozent und das trotz einer Politik von „inclusive growth“. Nur 8 Prozent arbeiten im formellen Sektor, 92 Prozent haben somit - etwa im Fall von Krankheit - keinen Versicherungsschutz. Auch sind 70 Millionen Kinder erwerbstätig. Die Politik muss dafür sorgen, dass die wirtschaftliche Dynamik auch unten ankommt bei Indiens Weg vom Entwicklungsland zum Global Player. Martin Cherian, Reiseveranstalter und Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V. Winsen, ist zuversichtlich: Indien ist für ihn das Land der Sehnsüchte, der Vielfalt und des Reichtums, das jetzt eine nie zuvor da gewesenen Chance hat. .“Und international hat Indien“ da war man sich mit Dr. Sandra Destradi vom Institut für Asienstudien am GIGA Hamburg einig, „eine erhebliche Aufwertung erfahren.“ Dass von den vielen jungen Indern eine große Zahl ins Ausland geht, ist dabei – so Martin Cherian – weniger als „brain drain“, sondern weil sie ihre Angehörigen unterstützen und oft hoch qualifiziert zurückkehren, eher als „brain gain“ zu sehen.




